Manifest der Vielfalt – Eine Initiative von Menschen für Menschen

Das Manifest der Vielfalt ist eine deutschlandweite Initiative, die mit dem Ziel verbunden ist, Menschen zusammenzuführen und ihr zivilgesellschaftliches Engagement für den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt in einer pluralen Republik sichtbar zu machen.

Die Initiative wurde von Fatih Köylüoğlu (Bundessprecher) und Cihan Süğür (stellvertretender Bundessprecher) konzipiert und ins Leben gerufen. Sie lässt sich als gemeinwesenorientiert und parteipolitisch unabhängig kennzeichnen. Die Initiatoren verstehen Vielfalt als die treibende Kraft gesellschaftlicher Entwicklung und signalisieren die zentrale Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements für ein weitreichendes Wir-Gefühl. Darüber hinaus definieren sie Vielfalt als Motor der Zukunft, die Menschen ermöglicht, sich über nationale, soziale, religiöse, ethnische und kulturelle Grenzen hinweg miteinander zu verbinden.

Die gegenwärtige, gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland ist alarmierend und attestiert verheerende Auswirkungen hinsichtlich des gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalts. Hitzige Demonstrationen und Kundgebungen werden zu einem weitreichenden Nährboden für Gewalt und Menschenfeindlichkeit. Sie bilden die Grundlage für islamophobe, antisemitische, homophobe und rassistische Hetzparolen und diffamierende Äußerungen.

Eine erhöhte Gewaltbereitschaft gegen ethnische und religiöse Minderheiten ist zu verzeichnen. Diese wirft einen großen Schatten auf die freiheitlich-demokratischen sowie menschenrechtlichen Grundpfeiler der Bundesrepublik Deutschland. Die Grenzen zwischen Populismus und Rechtsextremismus sind fließend. Es werden gezielt Vorurteile, Angst und Hass gegen Einwanderer und Flüchtlinge geschürt.

Die Populisten spielen mit der Angst der Menschen. Der Angst um den Job, die Rente und die Gesundheit, der Angst vor der Globalisierung und einer vermeintlichen Überfremdung. Es wird zu oft pauschal über ethnische und religiöse Minderheiten debattiert. Es entsteht eine Masse ohne Gesichter und einzelne Menschen bleiben unsichtbar.

Verstärkt werden diese Diskurse leider auch durch polarisierende Bilder und medial geprägte Vorurteile in den letzten Jahren. Vorurteile und Stereotype, die dazu führen, dass Menschen aufgrund bestimmter Zuordnungen und Zuschreibungen abgewertet und diskriminiert werden. Dies widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz, der in modernen, demokratischen Gesellschaften zentral ist.

Vor diesem Hintergrund erhebt das Manifest der Vielfalt sichtbar die Stimme gegen Rassismus und Gewalt und setzt sich entschieden für Solidarität, Respekt und Toleranz ein.

Fatih Köylüoğlu betont, dass Deutschland durch seine Vielfalt und Zuwanderung zunehmend gewinnt und das durch die Zugewanderten mitgebrachte soziale und kulturelle Kapital, die Sprachenvielfalt oder die unternehmerische Leistungsbereitschaft die Gesellschaft bereichern sowie die Zukunftsfähigkeit des Landes stärken.

Cihan Süğür verdeutlicht, dass jeder Mensch Talente und Kompetenzen mitbringt, die gefördert werden müssen. Darüber hinaus untermauert er, dass Deutschland als Einwanderungsland im Wettbewerb um Talente nur bestehen kann, wenn heute die richtigen Weichen gestellt werden: Gesellschaftliche Teilhabe unabhängig von Herkunft und Sozialisation.

Das Manifest der Vielfalt bekennt sich zu den konstitutionellen Normen wie die Achtung der Menschenwürde, die freiheitlich-demokratische Grundordnung sowie Gleichgerechtigkeit. Diese sind fester Bestandteil eines unteilbaren und unerlässlichen Werteverständnisses der hiesigen Gesellschaft. Diese Normen und elementaren Wertvorstellungen bilden das Fundament des friedlichen Zusammenlebens in einer pluralen, zivilisierten und demokratischen Gesellschaft.

Die Initiative umfasst engagierte Menschen aus diversen Lebensbereichen, die sich in besonderer Weise für Frieden, Toleranz, Respekt und Vielfalt einsetzen. Es werden alle hier lebenden Menschen begrüßt, aktiv am zivilgesellschaftlichen Leben teilzunehmen, mitzuwirken und die Gesellschaft gemeinsam mitzugestalten. Zusammenhalt gelingt nur, wenn möglichst viele mitmachen. Jeder kann bereits in seinem hiesigen Umfeld dazu beitragen.

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